Die Werte
Warum sechs Bereiche und nicht eine Zahl
Ein einzelnes „biologisches Alter" klingt eingängig, verspricht aber eine Genauigkeit, die die zugrundeliegenden Verfahren nicht haben: Unterschiedliche Methoden kommen bei derselben Person zu Ergebnissen, die um viele Jahre auseinanderliegen. Deshalb steht hier ein Profil aus sechs Bereichen im Vordergrund.
Der zweite Grund ist praktischer: Ein Profil zeigt, wo etwas in Bewegung ist. Eine einzelne Zahl kann sich kaum verändern, ohne dass unklar bleibt, woran es lag.
Und drittens: Der Vergleich mit dir selbst ist belastbarer als der Vergleich mit einem Normkollektiv. Für mitteleuropäische Frauen zwischen 35 und 55 sind die veröffentlichten Vergleichsgruppen bei mehreren dieser Tests dünn. Deshalb ist der eigene Verlauf hier die Hauptansicht — und nicht das Perzentil.
Kraft
Muskelkraft ist der Bereich, der sich im Lauf des Lebens am deutlichsten verändert — und der sich in fast jedem Alter noch beeinflussen lässt. Gemessen wird sie hier an zwei Stellen: an der Hand, weil sie stellvertretend für die Gesamtkraft gut untersucht ist, und an den Beinen über das wiederholte Aufstehen.
Aufstehen in 30 Sekunden
Vollständige Aufsteh-Setz-Zyklen in 30 Sekunden, Arme vor der Brust verschränkt. Zeigt vor allem die Kraft der Beinmuskulatur.
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Ermüdungsverlauf beim Aufstehen
Wie stark sich die einzelnen Wiederholungen im Verlauf der 30 Sekunden verlangsamen.
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Griffkraft
Die maximale Kraft der dominanten Hand aus drei Versuchen. Ein gut untersuchter Anhaltspunkt für die allgemeine Muskelkraft.
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Ausdauer
Wie gut Herz, Kreislauf und Muskulatur zusammenarbeiten, zeigt sich weniger an einer Höchstleistung als daran, wie schnell sich der Körper danach wieder erholt. Deshalb steht hier die Pulserholung neben dem gewohnten Gehtempo.
Balance
Gleichgewicht ist kein einzelner Sinn, sondern ein Zusammenspiel: Innenohr, Augen, Tiefensensibilität und Muskulatur korrigieren laufend nach. Dieses Zusammenspiel lässt in der Regel früher nach als die Kraft — und es reagiert auch früher wieder, wenn es gefordert wird.
Einbeinstand
Wie lange der freie Stand auf einem Bein gehalten wird — bis das Gleichgewicht endet, nicht bis die Uhr eine Marke erreicht. Die Vorstufe zum Stand mit geschlossenen Augen.
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Einbeinstand mit geschlossenen Augen
Wie lange der Stand auf einem Bein mit geschlossenen Augen gehalten wird. Ohne Sehkontrolle wird sichtbar, was Gleichgewichtssinn und Tiefensensibilität allein leisten.
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Schwankung im Einbeinstand
Wie stark der Körper im Einbeinstand schwankt, gemessen über die Bewegungssensoren des Handys. Feiner als die reine Standdauer und daher über Wochen aussagekräftiger.
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Beweglichkeit
Beweglichkeit entscheidet darüber, welche Bewegungen im Alltag überhaupt zur Verfügung stehen. Sie wird hier nicht als Dehnfähigkeit einzelner Muskeln gemessen, sondern an zwei zusammengesetzten Alltagsbewegungen.
Reaktionsfähigkeit
Die Zeit zwischen einem Reiz und der Bewegung darauf umfasst Wahrnehmung, Verarbeitung und Ansteuerung. Sie ist der empfindlichste Wert im Profil: Schlaf, Tageszeit und Aufmerksamkeit verschieben ihn deutlich — was ihn für einen einzelnen Vergleich unzuverlässig macht und für den Verlauf umso interessanter.
Regeneration
Was zwischen den Belastungen passiert, entscheidet mit darüber, was sie bewirken. Ruhepuls, Herzratenvariabilität und Schlaf beschreiben, wie gut der Körper zwischen Anspannung und Erholung umschaltet.
Tiefschlaf
Tiefschlafdauer je Nacht, aus dem Wearable übernommen.
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Herzratenvariabilität
Die Schwankung der Abstände zwischen zwei Herzschlägen, aus dem Wearable übernommen.
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Ruhepuls
Herzschläge pro Minute im Sitzen nach zwei Minuten Ruhe.
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Schlafdauer
Gesamte Schlafdauer je Nacht, aus dem Wearable übernommen.
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Was diese Werte nicht sind
Sie ordnen deine Leistungsfähigkeit ein und zeigen, wie sie sich über die Zeit verändert. Sie beurteilen deinen Gesundheitszustand nicht, ersetzen keine ärztliche Untersuchung und sind kein Grund, etwas Bestimmtes zu tun oder zu lassen. Wenn dich ein Wert beunruhigt, ist die ärztliche Abklärung der richtige Weg.